Alles über Schaltpläne, sauber erklärt.
Welche Schaltplanart zeigt was? Wann lese ich den Stromlaufplan aufgelöst, wann zusammenhängend? Was steht eigentlich auf einem Klemmenplan? schaltplaninfo ist das kompakte Nachschlagewerk für den Alltag in Ausbildung, Werkstatt und Planungsbüro.
Was ein Schaltplan leistet
Ein Schaltplan ist mehr als eine Zeichnung. Er ist eine normierte Sprache, in der sich Ingenieurinnen, Monteure und Instandhalter weltweit verständigen. Jedes Symbol bedeutet genau eines. Jede Linie folgt festgelegten Regeln. Und für jede Fragestellung – was tut es, wo sitzt es, wie ist es verbunden – gibt es den passenden Plan.
Genau das ist der Grund, weshalb es nicht den einen Schaltplan gibt. Eine komplette Anlagendokumentation besteht aus einem ganzen Satz von Schaltplanarten, die einander ergänzen: Der Übersichtsschaltplan ordnet, der Stromlaufplan erklärt, der Verdrahtungsplan baut auf, der Klemmenplan verbindet, der Anordnungsplan verortet.
Diese Seite stellt fünfzehn dieser Schaltplanarten vor – jede auf einer eigenen Unterseite mit Zweck, Darstellungsform, Normbezug und einem Schema zur Veranschaulichung.
Die Schaltplanarten im Überblick
Die wichtigsten Normen
DIN EN 61082-1 regelt die Erstellung von Dokumenten der Elektrotechnik und definiert die Darstellungsarten von Schaltplänen. Sie ist die übergreifende Grundnorm.
DIN EN 81346 legt Struktur und Kennzeichnung fest – die Betriebsmittelkennzeichen mit dem bekannten Minuszeichen als Präfix (-K1, -Q2, -X1) stammen von hier.
DIN EN 60617 enthält die genormten Schaltzeichen. Ohne sie wäre ein Schaltplan nicht international lesbar.
IEC 61131-3 definiert die Programmiersprachen für speicherprogrammierbare Steuerungen, darunter KOP (Kontaktplan) und FUP (Funktionsplan).
ISO 1219-1 und -2 betreffen die Fluidtechnik – Symbole und Schaltplanerstellung für Pneumatik und Hydraulik.