Zweck & Aufgabe
Der Netzplan ist der Stadtplan der Elektrizität. Er bildet die Struktur eines Versorgungsnetzes ab: welche Umspannwerke sind über welche Freileitungen und Kabel verbunden, welche Spannungsebenen gibt es, wo wird eingespeist, wo belastet.
Man unterscheidet Übersichtsnetzpläne (geografisch oder schematisch) und Schaltzustandsnetzpläne (zeigen den aktuellen Schaltzustand im Leitsystem).
Darstellung
Üblich ist die einpolige Darstellung: jede Leitung wird durch einen Strich repräsentiert. Stationen erscheinen als Rechtecke, Sammelschienen als dicke Linien, Schalter als genormte Symbole.
Unterschiedliche Spannungsebenen werden durch Farbe und Strichstärke differenziert (z. B. 380 kV rot, 110 kV grün, 20 kV blau).
Topologien
Strahlennetz: einfach, günstig, aber bei Störung fällt alles dahinter aus.
Ringnetz: höhere Versorgungssicherheit durch Rückspeisemöglichkeit.
Maschennetz: engmaschig vernetzt, höchste Sicherheit, typisch in Städten.
Netzplan zeigt, wie der Strom durch das Land reist.