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Funktionsplan (FUP)

Steuerungslogik in Funktionsbausteinen – grafische Programmierung nach IEC 61131-3.

Zweck & Aufgabe

Der Funktionsplan – oft kurz FUP – beschreibt die Logik einer Steuerung als Verknüpfung genormter Funktionsbausteine. Er ist eine der fünf Programmiersprachen der IEC 61131-3 und wird fast ausschließlich in der SPS-Programmierung verwendet.

Der Vorteil: Elektrotechniker lesen ihn sofort, weil er der Denkweise logischer Schaltungen (UND, ODER, NICHT) entspricht.

Darstellung

Signale fließen von links nach rechts. Eingänge stehen am linken Rand, Ausgänge am rechten. Dazwischen werden Funktionsbausteine aneinandergereiht und durch Linien verbunden.

Typische Bausteine: & (UND), ≥1 (ODER), =1 (XOR), Negation als kleiner Kreis am Ein- oder Ausgang, RS-Flipflops, Timer (TON, TOF), Zähler (CTU, CTD).

Beispiel

Ein einfaches Beispiel: ein Motor soll laufen, wenn der Startknopf gedrückt ist und kein Not-Aus anliegt. Realisierung mit einem UND-Baustein und einem negierten Eingang.

Beispiel FUP – Motor mit Selbsthaltung S1 ──────┐ (Start) │ ┌───────┐ ├──►│ │ K1 ─────┘ │ ≥1 │──┐ ┌───────┐ (Selbsth.) └───────┘ └─►│ │ │ & │────► K1 S2 ──────────────────○─────►│ │ (Motor) (Stop) └───────┘
FUP liest sich wie ein Fließschema – von Eingang zu Ausgang.