Zweck & Aufgabe
Der Hydraulikschaltplan zeigt Anlagen, deren Arbeitsmedium ein druckbeaufschlagtes Öl ist. Hydraulik dominiert überall, wo große Kräfte auf kleinem Bauraum gebraucht werden: Pressen, Spritzgießmaschinen, Baumaschinen, Flugzeugaktorik.
Anders als bei der Pneumatik arbeitet die Anlage in einem offenen Kreislauf: Das Öl fließt nach der Arbeit drucklos in den Tank zurück und wird von der Pumpe erneut angesaugt. Die Rückführung ist deshalb immer Teil des Plans. (Der Begriff geschlossener Kreislauf ist in der Hydraulik reserviert für hydrostatische Getriebe, bei denen das Rücköl ohne Tank direkt zurück zur Saugseite der Pumpe geht – typisch in Fahrantrieben von Baumaschinen.)
Darstellung
Symbole ebenfalls nach ISO 1219-1. Die Darstellung erfolgt typischerweise von unten (Versorgung, Tank, Pumpe) nach oben (Arbeitselemente). Typisch sind Differenzialzylinder, Druckbegrenzungsventile, 4/3-Wegeventile mit Mittelstellung, Druckspeicher.
Wichtig sind die Leitungsarten: Arbeitsleitung (Vollstrich), Steuerleitung (gestrichelt), Leckölleitung (strichpunktiert). Diese Unterscheidung gibt es in der Pneumatik nicht.
Besonderheiten
Dichtheit, Filterfeinheit und Ölkühlung sind in der Hydraulik entscheidend und werden mit entsprechenden Symbolen eingezeichnet. Druckspeicher und Druckbegrenzung sind aus Sicherheitsgründen Pflicht.
Hydraulik = Pneumatik mit Druck, Öl und Rückleitung.